STEINKRAFT

Aufmerksteine

Die „Rezepte“ für ein gesundes, zufriedenes Leben sind einfach. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, das, was man für sich als gut und richtig erkannt hat, im Alltag, in konkreten Situationen auch anzuwenden und aufrecht zu erhalten – eine neue Gewohnheit zu bilden. Wir haben von Kindheit an bestimmte Verhaltensweisen gelernt, die uns wie Naturgesetze vorkommen, die aber nur eine Verhaltensmöglichkeit darstellen. 

So haben wir z.B. gelernt uns zu beklagen und zu ärgern, wenn etwas nicht nach unseren Vorstellungen läuft. Wir können uns aber auch dafür entscheiden, das, was wir nicht ändern können oder wollen, zu akzeptieren und die Möglichkeit wählen, uns nicht zu ärgern. Dann werden Energien frei und wir fühlen uns wohler. 

Die Aufmerksteine sind dazu gedacht, solche neuen Verhaltensweisen einzuüben und zu verfestigen, indem sie immer wieder im Alltag in Erinnerung gebracht werden. So kann man sich ein Thema für einen Tag vornehmen, um sich immer wieder daran zu erinnern und es dann sofort umzusetzen.

Die gravierten Anhänger bestehen aus schneeweißem Marmor von der griechischen Insel Thassos, der bereits in der Antike für Säulen und Statuen verwendet wurde. Die seelische Wirkung von Marmor wird mit Veränderung und Neubeginn beschrieben und passt deshalb gut für diesen Zweck.  

Jedem Anhänger liegt eine kurze Beschreibung des Themas bei. 

Tel.:   07764-6307
Fax:   07764-91073

E-Mail: info(at)stein-kraft.de

 



JETZT

   
Lebe Jetzt JETZT
TUN im NUN
 

Niemals hat je ein Mensch auch nur für eine Sekunde in Vergangenheit oder Zukunft gelebt. Wir leben immer im Jetzt. Alles, was geschieht, passiert offensichtlich immer in der Gegenwart. 

Philosophen und Weisheitslehrer machen seit Jahrtausenden die Aussage, dieses Jetzt sei immer dasselbe und unvergänglich und die Zeit sei eine Illusion. Auch die moderne Physik stellt solche Überlegungen an. Unsere Erfahrung sagt jedoch etwas anderes. Denn anscheinend ist der gegenwärtige Augenblick nie derselbe, sondern ständigen Veränderungen unterworfen. Dieser Widerspruch lässt sich aber auflösen, sobald wir die Erfahrung des Jetzt aufteilen in Erfahrungen von Form und Inhalt. Wenn wir auf einem Bildschirm einen Film ansehen, nehmen wir die Bilder wahr, sind uns aber auch bewusst, dass die sich ständig wandelnden Bilder auf einem unveränderlichen Bildschirm ablaufen. Genauso können wir die Wahrnehmung des Jetzt betrachten. Die Gegenwart, die Zeit, in der alle Wahrnehmung stattfindet ist immer dieselbe; was sich verändert, ist nur der Inhalt. Was da vor uns abläuft, ist nicht Zeit, sondern es sind die Bilder, die den gegenwärtigen Zustand der Schöpfung widerspiegeln.  

Was ist dann aber das, was wir als Zeit bezeichnen; was messen wir, wenn wir Zeit messen?
Zeitmessung findet immer mit Hilfe von gleichmäßig ablaufenden Prozessen statt. Das kann eine Umdrehung der Erde, die Schwingung eines Pendels oder die Schwingung eines Quarzes oder eines Cäsium-Atoms in einer modernen Uhr sein. Wir definieren eine Zeiteinheit als eine bestimmte Anzahl von Schwingungen eines Prozesses und können dann einen zeitlichen Abstand als Anzahl der Schwingungen messen. Aber was hat da Abstand, wenn wir annehmen, dass Zeit eine Illusion ist?  

Die Erkenntnisse der Quantenphysik bringen uns da weiter. Die Quantenphysik ist bereits über 100 Jahre alt und entstand, weil sich Phänomene der Teilchenphysik mit der klassischen Physik nicht mehr erklären ließen. Als die ersten Bausteine der Materie - Elektronen, Neutronen und Protonen - entdeckt wurden, nahm man an, sie würden sich ähnlich wie Himmelskörper verhalten und ebenso berechenbar sein. Es zeigte sich jedoch bald, dass es unmöglich war zu berechnen, zu welcher Zeit sich ein Elektron an einem bestimmten Ort befand. Es war nur möglich, die Wahrscheinlichkeit dafür anzugeben.
Unter bestimmten Bedingungen kann ein Elektron Energie abgeben, z.B. in Form von Licht. Dabei wechselt das Elektron von einer energiereichen Bahn um den Atomkern auf eine energieärmere. Das tut es jedoch, ohne den Weg durch den Raum zwischen den Bahnen zu benutzen. Es kreist auf der einen Bahn, und im nächsten Moment befindet es sich auf der anderen Bahn und es ist unmöglich zu messen, auf welchem Weg es dahin gekommen ist. Mit anderen Worten: Das Elektron hat keine Geschichte, keine Individualität – es hört offensichtlich an einer Stelle auf zu existieren und entsteht an anderer Stelle neu. Es sind auch andere Teilchen experimentell nachgewiesen, die dieses Verhalten zeigen. So sind z.B. die virtuellen Teilchen absolut notwendig, um die Welt innerhalb der gültigen Naturgesetze zu erklären. Sie tauchen aus dem Nichts auf, selbst da, wo keine Energie zur Verfügung steht, existieren einen winzigen Augenblick und verschwinden wieder. 

Wenn man dieses Verhalten von Materie im Kleinen auf den Makrokosmos überträgt, kommt man zu der Vorstellung, dass die ganze Schöpfung in winzigen Abschnitten ständig vergeht und neu geschaffen wird. Jede neue Schöpfung ist, wie die Bilder auf einer Filmrolle, etwas unterschiedlich zur vorhergehenden und erzeugt so die Illusion eines kontinuierlichen Ablaufs.

Wenn wir Zeit messen, messen wir also in Wirklichkeit den Abstand von zwei Schöpfungszuständen zueinander, so wie wir den Abstand von zwei Bildern auf einer Filmrolle messen können, und das tun wir in der einzig existierenden Zeit, in der Gegenwart.

Oft sind wir mit unserer Aufmerksamkeit nicht in der Gegenwart, sondern mit unseren Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft und halten das Geflecht von Gedanken und Gefühlen in uns für die Wirklichkeit. Wenn uns z.B. jemand mit Worten verletzt hat, verbringen wir einige Stunden danach vielleicht unsere Freizeit auf angenehme Weise, alles ist jetzt harmonisch und wir sollten uns wohl fühlen. Aber wir müssen immer wieder an den verletzenden Vorfall denken und fühlen uns deshalb nicht so gut, wie wir eigentlich annehmen könnten. Wir halten unsere Gedanken und Gefühle für die Wirklichkeit.

Nehmen wir aber die Position eines Beobachters ein und registrieren, was JETZT ist, dann werden wir feststellen, dass wir jetzt Gedanken und Gefühle haben und zwar in demselben Sinn, wie wir Hemden und Hosen im Kleiderschrank haben. Zugegeben, die Gedanken und Gefühle sind aufdringlicher als unsere Kleidung und lassen sich nicht so leicht zurückhängen. Das liegt aber nur an lebenslanger Gewohnheit und mangelnder Übung. Sind wir im Jetzt und uns bewusst, dass wir Gedanken haben, können wir sie zurückweisen oder auch zulassen, in dem Bewusstsein, dass es nur Gedanken sind. Auch unsere Gefühle können wir beobachten und selbst wenn es unangenehme Gefühle sind, fühlen wir uns auf seltsame Weise besser, wenn wir uns bewusst sind, dass wir nur Gefühle haben, wir aber nicht diese Gefühle sind. Unsere Wirklichkeit besteht jetzt darin, dass wir in der Gegenwart sind und diese Gefühle beobachten.

Indem wir nicht mehr Mitspieler, sondern Beobachter des Spiels sind, gewinnen wir die Energie zurück, die sonst durch negative Gedanken und Gefühle gebunden ist. Es gibt verschiedene Methoden, um schlechte Gefühle in gute Gefühle zu verwandeln. Oft genügt auch schon das reine Zulassen und Beobachten, um eine Veränderung zu bewirken.

Im Jetzt zu sein und zu beobachten, was jetzt ist, bietet uns die Chance, zu erkennen, wer wir sind. Unsere Existenz besteht aus Sinneswahrnehmungen und Gedanken und aus daraus resultierenden Empfindungen und Gefühlen. Das Zusammenspiel dieser Komponenten erleben wir als Ich. Wir glauben, dass wir das sind. Aber allein durch die Tatsache, dass wir all das beobachten können, wird deutlich, dass wir nur der Beobachter sein können und nicht das, was wir beobachten. Wenn wir die Kleider im Schrank sehen, können wir sicher sein, dass wir nicht die Kleider sind.

Durch ständiges Erinnern und Verweilen im Jetzt verwandelt sich das bloße Wissen um unsere wahre Natur in eine lebendige Erfahrung.
Dieser Anhänger ist als Erinnerungshilfe gedacht, immer wieder ins Jetzt zu wechseln, vom Tun-Modus in den Sein-Modus. Dann befinden wir uns im „Auge des Zyklons“, an einem Ort der Ruhe und Sicherheit und können der wirbelnden Welt um uns herum gelassen zusehen und daran teilnehmen, ohne mitgerissen zu werden.

Tun und sein

Normalerweise sind wir in der Welt aktiv, indem wir unseren Verstand benutzen. Überlegungen sind die Grundlage unserer Handlungen, und die Erfahrung zeigt: Je mehr wir tun, desto ergiebiger sind meist auch unsere Ergebnisse.

 

Wenn es jedoch um Lösungen und Kreativität geht, sind die die Grenzen des TUN-Modus schnell erreicht. Man dreht sich dann mit seinen Gedanken im Kreis und kommt auch mit dem Handeln nicht voran. Jetzt hilft der SEIN-Modus weiter. Im SEIN-Modus hat der Verstand Urlaub und Gedanken kommen nur zu Besuch vorbei. Die Aufmerksamkeit ist nicht mehr aufs TUN sondern aufs SEIN gerichtet. Wir sind nicht mehr Handelnder, sondern Beobachter. Auf diese Weise sind wir mit der Quelle verbunden, wo alle Lösungen bereits existieren und woher sie jetzt in unser Bewusstsein gelangen können.

 

Ein alltägliches Beispiel für die Wirkungsweise des SEIN-Modus ist, wenn wir etwas verlegt haben. Je mehr wir suchen und überlegen, wo der verlegte Gegentand sein könnte, desto intensiver werden unsere Emotionen („Aber es muss doch da sein!“) und die Chancen erfolgreich zu sein sinken. Wir können jetzt unsere Bemühungen und unsere Absicht aufgeben und in den SEIN-Modus wechseln. Das bedeutet, wir suchen nicht mehr, sondern wir lassen suchen. Dabei kann eine Vorstellung hilfreich sein, wie z.B. die eines persönlichen Finde-Engels, der nur darauf wartet, dass wir uns an ihn wenden. Wir übergeben die Aufgabe an den Engel, gehen dann absichtslos durch die Wohnung, mit der Aufmerksamkeit ganz im JETZT und beobachten nur. Dabei fühlen wir bereits die Freude über den wiedergefundenen Gegenstand. Das Ergebnis kann erstaunlich sein. Manchmal steht man innerhalb von Sekunden vor dem gesuchten Gegenstand.

 

Der Rhythmus eines erfolgreichen Lebens ist also nicht tun – tun – tun sondern tun – sein – tun – sein – tun (auf Englisch: do – be – do – be – do)

 

Danke

David Steindl-Rast, der österreichisch-amerikanische Benediktinerpater und Zen-Lehrer, sagt: „Wir sind nicht dankbar, weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich, weil wir dankbar sind.“

Das Gehirn verbindet Dankbarkeit mit einer positiven Erfahrung und schüttet dann Wohlfühlhormone aus. Das tut es auch, wenn wir nichts Besonderes bekommen haben und z.B. nur aus Höflichkeit Danke sagen.

Diesen Mechanismus kann man dazu nutzen, bewusst für alles zu danken: auch für das Selbstverständliche und als nächsten Schritt sogar für das Unangenehme. Das mag dem Verstand zwar unsinnig erscheinen, aber es steigert das Wohlbefinden und man fühlt sich reich und beschenkt.

 

akzeptieren

Wenn die Realität unseren Wünschen zuwider läuft, lehnen wir sie gewöhnlich ab, was negative Gefühle in uns erzeugt. Wenn es unsere Möglichkeiten übersteigt oder uns der Einsatz zu hoch erscheint, die Situation zu ändern, können wir uns auch dafür entscheiden, sie jetzt zu akzeptieren. Dann werden Energien frei, die sonst in die negativen Gefühle fließen. Wir nehmen die gegenwärtige Wirklichkeit als die im Augenblick bestmögliche an und sind uns bewusst, dass dieser Zustand kein endgültiger sein muss. Auf diese Weise halten wir uns die Möglichkeit für Veränderung offen.